Oft sind es einfach Missverständnisse, die sich aus den starken kulturellen Unterschieden ergeben und die ein Geschäft scheitern lassen können. So herrsche bei Chinesen ein völlig anderes Rechtsverständnis vor als in Europa. Grundlage für den Geschäftsablauf sind nicht Verträge, sondern die persönliche Beziehung zum Vertragspartner. Wenn der Ansprechpartner wechselt, kann es vorkommen, dass eine langjährige Zusammenarbeit einfach aufgekündigt wird.

Absolutes Tabu-Thema ist Politik. Vor allem ein Gespräch über Taiwan oder die politische Führung Chinas erweist sich als problematisch. Guter Stil ist dagegen, sich auch bei völlig fremden Leuten nach dem Wohl ihrer Familie zu erkundigen. Darüber hinaus kann Wissen über chinesische Symbolik hilfreich sein. Bei Meetings empfiehlt es sich, rote und goldfarbene Kleidung zu tragen, da diese Farben im Reich der Mitte einen positiven Charakter aufweisen. Eine grüne Krawatte dagegen sollte am besten gar nicht erst in den Reisekoffer gepackt werden, da diese Farbe negativ belegt ist.

Auch bei Zahlen gilt es aufzupassen. Buchen Sie zum Beispiel ein Hotelzimmer für Ihren chinesischen Partner, so sollten Sie Zimmer mit der Zahl 4 besser meiden, da diese für den Tod steht. Besser fahren Sie mit der 8, die Glück symbolisiert.