Besonders Jungunternehmer stehen vor dem Problem, Ihre Produkte über Werbung auf den Markt zu bringen.

Die ‚klassischen‘ Werbeformen sind entweder verbraucht oder verboten:

. Fernsehwerbung: meist zu teuer, wenn regional oft sehr wenig effektiv

. Radiowerbung: sehr oft die falschen Zielkunden, vor allem, wenn gewerbliche oder industrielle Kunden angesprochen werden sollen

. Briefe/Mailings: werden kaum beachtet, gehen in der Masse unter

. Emails: neues Spam-Gesetz verbietet den unaufgeforderten Versand von Werbemails, ausserdem wegen des ‚echten‘ Spams kaum Wirkung

. Fax: auch Faxe werden als Spam klassiert und entsprechend ‚missachtet‘. Manche Empfänger regen sich wegen des Materialverbrauchs auf.

. Telefonmarketing: in Mitteleuropa und der Schweiz äusserst unbeliebt, wird als Belästigung empfunden

. SMS-Werbung: Spam, unbeliebt bis ungesetzlich

Was hat man also noch für Möglichkeiten, seine Produkte oder Dienstleistungen bekannt zu machen?

Mit ein bisschen Phantasie finden sich doch noch Werbemöglichkeiten, die unter Umständen sogar viel effizienter sind als die oben beschriebenen.

Auch wenn das Internet ein weltweites und weltumspannendes Medium ist, kann doch auch auf regionaler oder nationaler Ebene durchaus erfolgreiches Marketing betrieben werden.

Google Adwords

Bezahlte Schaltung eines 3-Zeilers, der meist rechts vom Suchbildschirm eingeblendet wird, in wenigen Fällen auch über den Suchergebnissen. Leider nicht immer auf der ersten Seite (abhängig davon, wieviele andere Firmen/Institutionen für das gleiche Thema Werbung schalten).

Der Preis ist grundsätzlich von der Klickrate abhängig, d.h. jeder Klick auf die Werbung kostet einen bestimmten Betrag. Damit dies nicht unendlich wird, kann eine Betragsgrenze pro Klick oder pro Tag festgelegt werden. Das bedeutet, dass der Eintrag nach Erreichen der Betragsgrenze für den laufenden Tag nicht mehr sichtbar ist. Der Betrag ist auch davon abhängig, in welchen Ländern und Sprachen der ‚Ad‘ sichtbar ist. Es lohnt sich in jedem Fall, dies bei der Schaltung zu berücksichtigen.

Grundsätzlich eine empfehlenswerte Werbeform, wenn man die Kosten im Auge behält. Vor allem, um ein Produkt bekannt zu machen.

Foren/Newsgroups

Fast zu jedem Thema finden sich im Internet User Groups, die über ‚ihr‘ Anliegen diskutieren und Tipps austauschen. Da ist sicher der eine oder andere dankbar, eine Bezugsquelle genannt zu bekommen. Natürlich nicht übertreiben, denn auch hier kann man schnell als ‚Spammer‘ gesehen werden.

Communities/Networks

Benutzergruppen, z.B. Geschäftsleute, treffen sich hier, um Erfahrungen auszutauschen und neue Geschäfte anzubahnen – auch wenn das nicht immer offensichtlich ist. Meistens ist jedoch direkte Werbung auf diesen Plattformen verboten (Ausnahme: http://www.SLBC.ch – hier ist das sogar ausdrücklich gewünscht).

Blogs

Eigentlich als Weblogs (Tagebücher) konzipiert, bieten Blogs eine gute Möglichkeit, ein fachlich interessiertes Publikum im World Wide Web anzusprechen und da und dort auf das eigene Produkt zu verweisen. Natürlich ist auch hier ‚plumpe‘ Werbung zu vermeiden, da sonst der Leser sofort von „Informieren“ auf „Abwehren“ umschaltet.

Eigene WebSite/Homepage

Dies ist in jedem Fall die beste Basis, um überhaupt im Internet aktiv zu werden. Weder in Foren, noch auf Networking-Sites hat man normalerweise die Möglichkeit, ausführlich über seine Produkte zu berichten, kann jedoch sehr oft auf die eigene WebSite verlinken und so dem Besucher die nötigen Informationen zusammen mit einer Bestellmöglichkeit anbieten.


Auktionsplattformen

Durch die hohe Besucherzahl bei Auktionsplattformen entsteht auch die Chance, auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Natürlich ist der Verweis auf die eigene Homepage meist untersagt oder geht im Angebot unter.

Eine gute Möglichkeit ist, ein Produkt sehr günstig (z.B. ab 1 Fr.) anzubieten und so eine grosse Menge an Besuchern dafür zu interessieren. Wird dann das Produkt verschickt, kann mit wenig Aufwand für weitere (und teurere) Produkte geworben werden (Prospekte beilegen, Werbung auf der Rechnung, dem Einzahlungsschein-Blatt, usw.)