Der Mathematiker Benoit B. Mandelbrot ist berühmt als Theoretiker des Fraktalen. In diesem Band nun, den er in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsfachmann Richard L. Hudson verfasst hat, will er nachweisen, dass die Mathematik des Fraktalen den in der Wirtschaftswissenschaft derzeit gängigen Modellen überlegen ist. Diese gehen, so seine These, von zu viel Stabilität und Normalität aus, während in Wahrheit das Risiko auf dem Finanzmarkt sehr viel größer ist als von den derzeitigen Modellen vorgesehen. So wird die Theorie der „Normalverteilung bei den Kursentwicklungen“ mit Beispielen widerlegt – immerhin ein Stützpfeiler gängiger Berechnungen. Die Rezensenten Konrad Hummler und Jelmer Van der Meulen zeigen sich durchaus überzeugt von Mandelbrots Kritik. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die fraktale Mathematik noch weit davon entfernt ist, berechenbare Gegenmodelle zu entwickeln. Sie begrüßen den Band dennoch als „Denkanstoß“ und loben darüber hinaus, dass er auch ohne Spezialkenntnisse in Mathematik gut lesbar und verständlich ist.
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